Neue Flitzer-Flotte

Aufmerksame Blog-Leser unter Euch kennen ja meine „roten Flitzer„. Bei denen stand und steht eine „Wachstums-Modernisierung“ an – der erste neue Flitzer ist jetzt da, seit Montag läuft der „Amelie-Elchtest“… 🙂

Wer bei dem Texteinstieg etwas überrumpelt ist, bekommt jetzt noch eine schnelle Einordnung. Ich habe ja zwei auf mich angepasste Sitzschalen – eine für meinen Rolli und eine für mein Zimmeruntergestell (mein „Zuhause-Stuhl“). Beide mussten neu – denn ich wachse ja nun weiter…

Im Vorfeld haben sich mein SPZ-Doc, meine Physiotherapeutin und mein Rehatechniker genau angeschaut, wie die neuen Sitzschalen gebaut werden müssen. Denn ich habe ja meine Eigenarten: Ich schiebe gerne meine rechte Hüfte nach vorne, kippe mit dem Oberkörper gerne mal nach links und dann ist mein linkes Bein auch noch ordentlich kürzer etcetc. Das ist schon speziell bei mir.

Jetzt ist der Prototyp fertig und auf meinem „Zuhause-Stuhl“ montiert. Und jetzt heißt es: testen, testen, testen… Bisher sind wir sehr zufrieden, ich sitze da viiiiieeel besser drin. Das macht einen echt guten Eindruck! Sagt übrigens auch meine Physiotherapeutin – und die guckt da schon ganz genau hin… 😉

Bestätigt sich unser erster Eindruck in den nächsten Tagen, dann holt mein Rehatechniker den Flitzer wieder ab und die Sitzschale wird fertig gebaut (bzw. beide Sitzschalen, die sind ja identisch). Dann bekommen beide auch einen neuen Bezug. Und soviel sei verraten: Meine „Flitzer-Flotte“ ist dann nicht mehr rot… Lasst Euch überraschen… 😉

Auf Sherlocks Spuren

Es wir mal wieder Zeit für eine Schmunzel-Geschichte. Die könnte den Titel tragen „Das Rätsel des unheimlichen Rolliquietschens“. So mysteriös, dass das sogar meinen eigentlich allwissenden Reha-Techniker zu einem Sherlock Holmes gemacht hat… 😉

Die Detektiv-Geschichte fängt eigentlich schon vor einem Jahr an: Ganz plötzlich hatten sich die Gummireifen meines Mika-Rollstuhls überlegt, mit dem Quietschen anzufangen – und zwar in ordentlicher Lautstärke, so dass ich schon von weitem zu hören war. Das Quietschen startete aber nicht sofort beim Losrollen, sondern erst, nachdem ich einige Meter gefahren bin. Das klang dann so (Originalaufnahme mit Papas Handy):

Mein Reha-Techniker wollte das kaum glauben, als er das hörte – und dann selber ausprobierte. Zitat: „Das habe ich ja noch nie gehört!“ Was hat er gemacht? Neue Gummireifen draufgezogen und schon war Ruhe. Bis vor ein paar Wochen. Anfang Dezember ging es nämlich wieder los:

Unser Reha-Techniker war wieder von den Socken. Wieder neue Gummireifen drauf, wieder ist Ruhe eingekehrt – vorerst. Ich bin jetzt mal gespannt, was im nächsten Winter passiert. Wetten, dass die Reifen dann wieder quietschen? Mein Reha-Techniker geht die Wette bestimmt nicht ein… 😉

Roter Flitzer wie neu

Juchu! Heute ist er gekommen – mein neuer, komplett generalüberholter „roter Flitzer„! Alles passt perfekt – mein Rolli ist somit wieder optimal auf mich eingestellt…

Die Pubertät und ihre Tücken – das sind zumindest Papas Worte… 😉 . Zur Pubertät gehört aber nun mal auch, dass ich derzeit rasant wachse und „körperlich weiblicher“ werde. Und da muss mein Rolli nun mal mitwachsen…

Nachdem mein „Zuhause-Stuhl“ inklusive Sitzschale schon im Herbst angepasst wurden, war jetzt mein Rolli mit Sitzschale dran. Und da ich den ja nun mal ständig brauche (z.B. in der Schule), mussten wir einen passenden Moment für den Umbau abpassen. Wie jetzt zu den Zeugnis-Ferien.

Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Mama, Papa und ich sind total zufrieden! Hinten breiter fürs „Hüftgold“, vorne schmaler, bessere Becken-/LWS-Polsterung, klappbares Fußbrett, bessere Fußgurte und vieles mehr – top! Dank an alle Jungs von RAS!!!

Mal sehen, wann die nächste wachstumsbedingte Anpassung ansteht. Schließlich bin ich mittlerweile gut 145 cm groß und bringe mehr als 40 Kilo auf die Waage. Wie gesagt – die Pubertät… die sich übrigens nach Meinung von Mama und Papa auch in meinem Verhalten zeigen soll. Ich weiß gar nicht, was die meinen… 🙂